Tipps für die Hundepflege

Pflege für Haut und Haare

Für erwachsene Hunde und Welpen:
Für die Fellpflege bei kurzhaarigen Hunden sollte man einen Gummistriegel oder Handschuh mit Gumminoppen benutzen. Zum Baden nicht zu Hunde-Shampoo greifen, da die Haut dadurch austrocknet, sehr stark schuppt und der Hund unter starkem Juckreiz leidet. Ideal ist eine milde „Waschlotion“ (z.B. Marengo), da sie die Haut nicht austrocknet und leicht rückfettend ist. Damit kann man die Hunde (wälzen sich gern in übelriechenden Substanzen) bedenkenlos häufiger baden.

Für besonders dichtes, glänzendes Fell kann man dem Futter Schaffett“ zufügen. Ca. zwei Monate vor dem Fellwechsel damit beginnen.
Wo bekommt man „Schaffett“? z.B. click "hier"

Vorbeugen gegen Ungeziefer

Für erwachsene Hunde:
Da Hunde durch Zecken und anderes Ungeziefer schwer erkranken können, sollte man vorbeugen. Es ist sinnvoll, es erst einmal ohne Giftstoffe zu versuchen, da diese der Gesundheit der Hunde nicht unbedingt förderlich sind. Statt dessen kann man es mit natürlichen Mitteln versuchen.
Bestens geeignet sind „original ägyptisches Schwarzkümmelöl“ und „Bio-Kokosöl“
1 mal täglich (je nach Hundegröße) ca. 15-20 Tropfen Schwarzkümmelöl“ ins Futter geben. Zusätzlich sollte man den Hund vor „jedem“ Spaziergang einreiben, bzw. einsprühen. Dafür eignet sich „Bio-Kokosöl“, das man in den Händen verteilt und übers Fell streicht. Man kann auch eine Tasse Wasser mit 1 Essl. „Schwarzkümmelöl“ in eine kleine Sprühflasche geben (vor Gebrauch gut schütteln) und den Hund damit einsprühen. Zecken bleiben fern, da sie den Geruch überhaupt nicht mögen.

Für Welpen:

1 mal täglich 5-10 Tropfen
Schwarzkümmelöl“ ins Futter geben und vor „jedem“ Spaziergang einreiben, bzw. einsprühen (siehe erwachsene Hunde).
Wichtig:
Nach „jedem“ Spaziergang auf Zecken überprüfen!!!

Im Urlaub in zeckenreichen Gebieten (wo Zecken häufig schwere Krankheiten übertragen),
sollte man vorsichtshalber zu einem „Spot-on-Präparat“ greifen.
Wie wirkt
„Schwarzkümmelöl“? click "hier"

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Bio Kokosöl“? click "hier"
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Pflege für die Ohren

Für erwachsene Hunde und Welpen:
In der kalten, sonnenarmen Jahreszeit neigen viele Hunde (insbesondere der M.-T.) zu rauen Ohren, bzw. schorfigen, rissigen Ohrrändern. In der Zeit sollte man vor jedem Spaziergang die Ohren eincremen. Bei rauen Ohren reicht schon das Eincremen mit einer „Aloe Vera Lotion“. Bei schorfigen Ohrrändern eignet sich eine „Harnstoffcreme“ (z.B. Stokolan, oder Stoko soft+care). In extremen Fällen, wenn die Ränder rissig sind und bluten, kann man zu einer „Lebertran-Zink Salbe“ greifen. Auf keinen Fall fette Salben benutzen, sie verstopfen die Poren.

Bei rauen und / oder rissigen Ohrrändern
„Repithel Hydrogel“ (von Mundipharma GmbH) gegen raue und / oder rissige Ohrränder
Fördert das Zellwachstum der Haut und wirkt sehr gut bei rauen, rissigen Ohrrändern. Im akuten Stadium 2 mal täglich „dünn“ auftragen, im Abheilungsstadium täglich im Wechsel mit einer Panthenolsalbe. Kein Pflaster, oder Verband nötig. In manchen Fällen wachsen an den kritischen Stellen die Haare wieder nach. Das Gel enthält einen geringen Anteil Jod, eventuelle, bräunliche Abfärbungen auf Bekleidung o.ä. lassen sich auswaschen.

Bei Hautirritationen und Ekzemen
„JW-Salbe“ (ist in vielen Apotheken ein Begriff), bei Hautirritationen und Ekzemen
Bei manchen Hunden bilden sich zusätzlich auf der Innenseite der Ohren Pusteln die jucken und nässen. In dem Fall (auch in den zuvor genannten) kann man sich in der Apotheke eine Salbe mischen lassen, die man mehrmals täglich aufträgt.
„JW-Salbe“ Zusammensetzung 30 g
Berberis D4 spag.                      1,5 g
Echinacea D4 spag.                  1,5 g
Mezereum D4 spag.                  1,5 g
Thuja D4 spag.                          1,5 g
Viscum Album D4 spag.             3,0 g
Erdnussöl                                   3,6 g
Unguentum Molle                     17,4 g

Bei nicht abheilenden Verletzungen
„Granugen Paste“ bei nicht heilenden, aufplatzenden Wunden durch Verkrustung
Sollten noch Verletzungen hinzu kommen, die (vor allem beim Schütteln) immer wieder aufplatzen und nicht abheilen, kann man in der Apotheke eine Paste herstellen lassen, die man dick aufträgt (hier gilt „viel hilft viel“) und mit einem Pflaster abdeckt. Durch die Paste wird Krustenbildung und somit erneutes Aufplatzen der Wunde verhindert.
„Granugen Paste“ Zusammensetzung 25 g
Zinkum Oxydatum                                    4 g
Talkum                                                      6 g
Parafinum Subliquidum                            5 g
Eucerinum Anhydricum                          10 g
Zusätzlich kann man beim Tierarzt ein durchblutungsförderndes Mittel besorgen, das beschleunigt den Heilungsprozess.

Aus eigener Erfahrung:
Dana hatte sich als Junghund eine Verletzung an der Ohrspitze zugezogen. Bei jedem Schütteln platzte die eingetrocknete Wunde wieder auf und blutete stark. Salben vom Tierarzt hatten nur zur Folge, dass die Wunde immer größer wurde. Bei einem operativen Eingriff wurden die Wundränder geglättet und die Wunde vernäht, aber nach ein paar Tagen riss die Naht wieder auf. Wir waren seit ca. 8 Wochen in Behandlung, ohne Erfolg, und auch unsere Tierärztin war inzwischen ratlos.
Von einer Züchterin bekam ich das Rezept von
„Granugen Paste“, die bei nicht abheilenden Wunden wahre Wunder wirken sollte. Einen Versuch war es wert. Die Paste ist sehr fest und wird 1 mal täglich so dick aufgetragen, dass die Wunde darin „eingebettet“ ist. Dann wird ein Pflaster so angebracht, dass die Paste nicht abgeschüttelt werden kann. Die Wunde heilt von innen nach außen und verkrustet nicht. Wenige Tage nach der Anwendung sah die Wunde an Danas Ohr vollkommen sauber aus und war nach ca. 1 Woche vollständig verheilt. Ein echtes Wundermittel, nicht nur bei Ohrverletzungen.

Zahnpflege

Für erwachsene Hunde:
Da viele Hunde (besonders alle kleinen Rassen) zu Zahnsteinbildung neigen, sollte man regelmäßig die Zähne putzen. Bestens dafür geeignet ist
Orozyme“, eine Zahnpaste die Enzyme enthält, um erneute Zahnsteinbildung zu verhindern. Sollten schon Zahnbeläge, oder Zahnstein vorhanden sein, kann man diese mit Fortan Zahnpflegetropfen“ (Apotheke) beseitigen. So kann man dem Hund beim Tierarzt unnötige Narkosen für die Zahnsteinentfernung ersparen. Auch für die Gesunderhaltung der Hunde ist regelmäßige Zahnpflege sehr wichtig, da durch die Bakterien im Zahnstein Herz und Nieren geschädigt werden. Abends, nach der letzten Mahlzeit mit einer mittelharten Zahnbürste die Zähne putzen.
Wichtig:
Wenn bereits größere Mengen Zahnstein vorhanden sind, sollte man diesen beim Tierarzt entfernen lassen, um sicherzustellen, das keine Zahnfleischentzündungen vorliegen. Danach sollte man mit „regelmäßiger“ Zahnpflege beginnen.
Für Welpen:

Beim Welpen sollte man schon anfangen zu trainieren. Eine weiche Zahnbürste mit etwas Leberwurst bestreichen und ablecken lassen, damit die Zahnbürste als etwas Positives empfunden wird. Nach einiger Zeit kann man schon beim Junghund (ohne Paste) mit der Zahnpflege beginnen.

Zahnstein-Entfernung mit Homöopathie
Bei vorhandenem Zahnstein kann man folgendes „versuchen“:
Das homöopathische Mittel „Vermiculite D6“
Dosierung: 3 mal täglich 1 Tablette für 2-3 Wochen, bei starkem Zahnstein 3 mal täglich 2 Tabletten für 2-3 Wochen. Der Zahnstein löst sich einfach ab und das alles ohne „risikoreiche“ Narkose.
Weitere Infos gibt es bei Google unter: „Vermiculite D6“, dort findet man auch Erfahrungsberichte.

Aus eigener Erfahrung:
Die meisten Hundebesitzer (leider auch einige Hundetrainer) halten Zähneputzen beim Hund für „totalen Quatsch“! Dem kann ich nur ganz energisch widersprechen. Meine Erfahrung stammt aus langjähriger Hundehaltung und den ersten 3 Jahren (ohne Zähneputzen) mit Dana.
Ich musste bei meinen Hunden „wenigstens“ 1 mal im Jahr eine Zahnsteinentfernung unter Narkose vornehmen lassen. Ca. 4 Wochen später waren schon wieder die ersten Beläge vorhanden, und nach ca. 3 Monaten fester Zahnstein. Nach ca. 1 Jahr hatte der Zahnstein das Zahnfleisch schon etwas zurückgeschoben. Von den Unmengen Bakterien die im Zahnstein enthalten sind und den gesamten Organismus überschwemmen ganz zu schweigen.
Seit ich meinen Hunden „regelmäßig“ die Zähne putze, bleibt ihnen die „unnötige“, risikoreiche Narkose erspart. Selbst Dana hatte mit
15 Jahren noch vollkommen belagfreie Zähne.

Pflege für die Pfoten

Für erwachsene Hunde und Welpen:
Besonders in der kalten Jahreszeit mit Schnee und Eis, sollte man die Hundepfoten mit Fettcreme (z.B. Vaseline) eincremen. Als Schutz vor Streusalz kann man spezielle Sprays benutzen, die man nach dem Spaziergang wieder abwäscht. Auch im Sommer, bei extremen Temperaturen, besonders wenn man auf asphaltierten Flächen geht (können sehr heiß sein) ist es wichtig, die Pfoten zu kontrollieren. Auch da ist es sinnvoll, die Pfoten mit Fettcreme einzureiben.

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